Reely Buggy Pyro
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Erfahrungsbericht vom Reely Buggy Pyro:

Vorwort:

Seit 2 Wochen wollte ich mir schon ein Offroader kaufen, der billig und trotzdem zuverlässig ist. Da ich damals noch keine relative Ahnung von Geländeautos hatte, wollte ich mir erst einmal ein Auto zum "Einüben" kaufen. Nach dem Aufbau her gefall mir der Buggy Pyro von Reely. Also zögerte ich nicht lange und kaufte mir das preisgünstige Modell und zum Testen und Einüben zusätzlich noch einen 2400 mAh Akku von Sanyo. 

1. Tag mit Pyro:

Da es den Buggy nur als ARR zu kaufen gab, musste ich nur noch einen Fahrregler, einen gescheiten Empfänger und einen Servo einbauen. Danach steckte ich noch schnell den 2400 mAh Akku hinein und schon konnte es losgehen. Die Anleitung war nicht gerade die Beste. Keine Explosionsansicht, nur viel Text für unwichtige Sachen. Man konnte sogar den Winkel des Spoilers verstellen, was man aber überhaupt nicht braucht.
Nachdem ich alles durchgelesen hatte, wollte ich mit dem Modell nun eine kleine Testfahrt machen. Was mir leider schon am Anfang aufgefallen war, ist die schlechte Beschleunigung. Doch zuerst dachte ich nicht daran, denn später wollte ich eh noch einen besseren Motor einbauen.

Die Geschwindigkeit war eher mangelhaft, was ich erstmal auf das Konto des beigefügten Motors setzte und da die Räder des Offroaders nicht gerade sehr groß waren, hatte er auch sehr oft ein Problem beim Durchqueren von Dreck oder Erde. Durch Gras kam er leider so gut wie garnicht. Mein erster Eindruck war daher eher ein Schlechter.

Trotzdem aber hatte man in Kiesgruben dafür ein wenig Spaß. In Kurven konnte ich gut "driften" und er hatte eine gute Bodenlage. Als die Akkus wieder leer waren, entschloß ich zu Hause mir einen besseren Motor einzubauen, doch fahren wollte ich erst am nächsten Tag wieder.

2. Tag mit Pyro: 

Nun wollte ich mit meiner Rampe mal schauen, wie der Pyro springt. Mit den miteingebauten Öldruckstoßdämpfern und Alu-Dämpferbrücken müsste man sich eigentlich keine Sorgen machen. Doch auf einmal war der Pyro schon wieder so langsam, obwohl ich einen besseren Motor eingebaut hatte. Vorerst war mir das ein Rätsel.

Zum Springen wären ein paar Km/h mehr schöner gewesen, doch ansonsten war alles ganz in Ordnung. In der Luft konnte man ihn leicht kontrollieren und die Öldruckstoßdämpfer haben jedes Aufkommen gut ausgefedert. Möglicherweise lag das auch daran, dass ich nur ca. einen Meter weit springen konnte.

Plötzlich fuhr der Pyro nicht mehr weiter und zu Hören war nur ein Summen. Der Motor hatte den Kontakt mit dem Hauptzahnrad verloren. Das wunderte mich nicht, denn die Motorhalterung, die nur aus zwei Schrauben bestand, war ziemlich primitiv aufgebaut. Man kam mit Schraubenzieher nur sehr schwer hin. Manchmal musste ich auch erst das Rad, die Querlenker und Radwellen hinter dem Motor ausbauen, damit ich an die Schrauben überhaupt rankam. Nachdem das Problem mit der Halterung behoben war, ging es schon wieder weiter.

Daheim wollte ich auf den Grund der langsamen Höchstgeschwindigkeit gehen, indem ich erst einmal das Differentialgetriebe auseinanderbaute. Gescheit gefettet war es zumindest, doch ich fand keine Lösung. Später baute ich den Pyro, der normal Allradantrieb hat, auf Heckantrieb um. Natürlich versprach man mir damit keinen besonders großen Erfolg, doch man kann ja mal schauen. Leider kam dabei nicht mehr als durchdrehende Reifen raus.

Ein weiteres Problem ist das offenliegende Hauptzahnrad. Beim Durchfahren von Kies oder Dreck kann es immer wieder vorkommen, dass sich etwas zwischen die Zähne verläuft. Da hilft meist nur etwas, dass man sich selber basteln muss. Doch darauf kommt es ja beim Modellbau an .

Die Geschwindigkeit blieb begrenzt. Als Anfängergeländewagen ist der Pyro (in meinen Augen) ganz ok und der Preis (ca. 60 €) stimmt auch, doch trotzdem hat er einige Macken aufzuweißen. Bei meinem Kauf hatte ich zu sehr auf die Optik des Modells geschaut. Die lila-eloxierten Aludämpfer und Aluoberbrücken, die Aluoberbrücke und restlichen Tuningteile hatten auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht, aber gebracht hatten sie anscheinend nicht viel.

Nach 5. Monaten:

Durch ein anderes Hauptzahnrad konnte ich immerhin das Problem des schlechten Topspeeds lösen, doch trotzdem wird man nach kurzer Zeit merken, dass der Pyro auf Dauer nicht gerade einen großen Spaßfaktor hat. Auch mit Freunden habe ich mich mit diesem Auto nur selten getroffen. Mit dem Modell war ich immer der Letzte und Langsamste.

Nach 12. Monaten:

Mittlerweile wurden mir schon viele Tipps und Tricks gezeigt, wie man den Pyro zu einem einigermaßen guten Buggy tunen kann. Leider aber sind alle Teile, die man benötigt, sehr teuer oder aber sehr schwierig zu basteln. Möglich ist es schon, aber letztendlich wird man doch immerwieder mit dem Buggy Probleme haben.

Ich wollte ihn nun loswerden, denn mit dem E-Savage kann er natürlich bei Weitem nicht mithalten. Aber verkaufen (und verschenken) ging nicht. Also wurde der Pyro "geschlachtet". Als kleinen "Trost" stellte sich für mich heraus, dass ich ALLE Schrauben sehr gut gebrauchen konnte und die Differentialgetriebe ebenso! Doch für das Geld, dass ich für das Modell ausgegeben hatte, hätte ich mir auch viele bessere Teile kaufen können.

Fazit:

Positiv
-Gute Straßenlage
-Gescheites Handling auf Kies
-für Anfänger vom Preis her gut geeignet 
-beim Kauf schon getunt

Negativ
-Linksdreher
-Schlechte Beschleunigung
-primitiver Aufbau der Motorhalterung
-kleine Räder = kommt schlecht durch grobes Gelände
-schlechte Höchstgeschwindigkeit

In Schulnoten würde ich dem Buggy Pyro nur eine 4- geben, weil man doch ziemlich viele Probleme zu beheben hat.
Für mich war das Modell ein glatter Fehlkauf gewesen. Nie konnte ich ohne Störungen fahren. Auch die vielen Tuningteile hatten daran nix geändert, doch das Modell war auch dementsprechend günstig zu haben.
Tipp: Lieber ein wenig tiefer in die Geldbörse reingreifen und ein besseres Geländemodell auswählen.

Reely Buggy Pyro:




(Geschrieben von Jay)

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