Tamiya TT-01 (von Jay)
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Erfahrungsbericht vom Tamiya TT-01:

Vorwort:

Der TT-01 war das erste Modellauto, dass ich mir gekauft hatte. Mein Freund Moritz hatte den Onroader ja schon seit knapp 1 Jahr. So könnte er mir beim Einstieg gut helfen und mir immer ein paar Tipps geben. Das hatte mich überredet und so kaufte ich mir das Modell und ein einfaches Elektronikset, wo ein TEU-101 BK Fahrregler von Tamyia und ein FM 40 Mhz 2 CH Empfänger von Modelcraft + passenden Sender dabei war.

Der Aufbau fiel für mich damals sehr leicht aus, obwohl ich sowas noch nie zuvor aufgebaut hatte. Durch die gute Anleitung konnte man auch so gut wie garnix falsch machen. Nur hatte ich mir bei der Motorhalterung nicht so viel Mühe gegeben und hatte gedacht, dass man die Schrauben nicht so weit reindrehen müsste. Mir war damals noch nicht klar, was für eine Kraft auf Halterung bei der Fahrt wirkt. Das wusste ich da erst später. Nach ca. 2 Tagen dann war das Modell fertig aufgebaut und die Testfahrten konnten beginnen.

1. Tag:

Zuerst stellte ich den TT-01 auf einen kleinen Stand, um zu sehen, ob die ganze Elektronik überhaupt funktioniert und richtig angeschloßen ist. Nirgendswo gab es ein Problem. Also konnte ich es nach draußen wagen. Leider war bei dem Elektronikset nur ein einfacher 1600 mAh Akku von Conrad Energy dabei, was mir nur erlaubte ca. 10 Minuten effektiv fahren zu können.
 
Natürlich bin ich nicht zuerst auf Vollgas gegangen, sondern ich fuhr ersteinmal ein paar Runden langsam. Dann beschleunigte ich und zu guter Letzt Vollgas. Doch da verlor ich sofort die Kontrolle über das Modell und fuhr fast gegen eine Wand. Das lag wahrscheinlich daran, dass die mit dem Auto gelieferten Slickreifen an den damaligen Boden, wo ich fuhr, nicht greifen konnten. Obwohl auch nur ein Standardmotor eingebaut war, beschleunigte er besser, als ich dachte.
 
Mit der Ferrari FXX Karosserie sah es super aus und einige Leute bemerkten sofort, dass ich kein harmloses Spielzeug da habe. Doch plötzlich hörte man ein lautes "Kracksen" und das Modell fuhr nicht weiter. Die Motorhalterung ist rausgeflogen, da ich die Schrauben nicht festgenug reingeschraubt hatte. In Zukunft ist mir das nichtmehr passiert, denn damals wäre mir fast der ganze Motor rausgeflogen.

Trotzdem ist die Motorhalterung auch schon so nicht die Beste. Bei Vollgas bemerkt man, wie viel Spiel überall sich versteckt. Ich dachte, sie fliegt mir gleich ein zweites Mal raus. Doch bis heute hatte ich damit kein weiteres Problem mehr bekommen. Als der Akku wieder leer war, kontrollierte ich noch einmal, ob alles (außer der Motorhalterung) gehalten hat. Nichts hat gefehlt.

2. Tag:

Am nächsten Tag hatte ich mich mit meinem Freund Moritz getroffen, um mal mit ihm zusammen zu fahren. Ich tat noch schnell ein anderes Quarz in den Empfänger und in den Sender rein und schon konnte es wieder losgehen.

Zu zweit machte es gleich viel mehr Spaß. Vorallem, wenn andere Passanten zuschauten. Wir mussten nur immer aufeinander aufpassen. Bei einem Mal fuhr der TT-01 vom Moritz über meinen drüber, sprung glatt einen Meter weit und überschlug sich. Da meine Ferrari Karosserie vorne sehr niedrig ist, kann man, wenn man drüber fährt, über das Auto springen. Das ist zwar besser für mich, aber schlechter für den anderen, der drauffährt. So hatte ich also meinen ersten, schönen Riss in der Karosserie bekommen, aber ich war trotzdem ziemlich froh über den Kauf des TT-01.

Ansonsten war das Modell sehr wendig. Auch ohne Moosgummireifen kann man jede Kurve ohne große Mühe bekommen. Bei stärkeren Motoren, wie z.B. dem Challenge 17T, brauchte ich allerdings anfangs ein wenig Übung darin. 

Wie gesagt, die Beschleunigung war ziemlich gut, doch wenn man die Ergebnisse des TT-01 z.B. mit den des TA-05 vergleicht, merkt man schon einen großen Unterschied.

Nach 8. Monaten:

Mittlerweile hatten wir uns schon bessere und leistungsfähigere Motoren gekauft. Der empfehlendswerte LRP Challenge 17T Motor war einer von ihnen. Dazu kaufte ich mir den TEU-302 BK Fahrregler von Tamiya. Am Chassis wurde folgendes getunt:

- Alu-Kardanwelle
- Metall-Motorhalterung
- komplett kugelgelagert
- LRP Hitzeschild (mit Belüftung)
- Alu-Öldruckstoßdämpfer
- Speedgetriebe
  +passendes Motorritzel

Jetzt, wo wir unsere Modellautos an einem Realparkplatz (siehe Erfahrungsbericht von Moritz) mit anderen vergleichen können, haben wir doch ziemlich viel Spaß mit dem TT-01er. Nach diesen Tuningmaßnahmen (oben) kann man doch mit dem einen oder anderen Verbrennermodell mithalten. Wenn auch nicht mit allen. Oft kam die Frage: "Brushless oder Brushed?". Die Antwort hat doch alle sehr verwundert. 

Nach 16. Monaten:

Nun war endlich der Zeitpunkt gekommen ein Brushlesssystem in das TT-01 Chassis einzubauen. Da ich den gleichen Motor und Fahrregler wie bei dem E-Savage benutzen muss, wurde ebenfalls ein Nosram Storm Evolution 5.5 T Motor und ein Nosram Matrix Evolution Fahrregler (2007 Edition) eingebaut. Mit diesem System ist das Chassis zu meinem Erschrecken "übermotorisiert", was einfach bedeuted, das der Motor für den TT-01 zu stark ist. Glücklicherweise hat das Auto mit den weiteren folgenden Tuningmaßnahmen bis heute gehalten:

- Stabi-Set (Vorne/Hinten)*
- Carbon Oberbrücke
- Einstellbare Querlenker (Vorne/Hinten)
- High-Grip Reifen (Moosgummi) 

*= für den Einbau sind die Oberbrücke und die einstellbaren Querlenker (Vorne/Hinten) erforderlich!

Zur meiner Überraschung kann nun der TT-01 mit fast allen 1/10 Verbrenner mithalten, doch aufgrund dessen, dass das Chassis keine starken Motoren verträgt, sollte man sich nicht wundern, wenn große oder komische Probleme auftreten.


TT-01 Chassis:



Alu-Öldruckstoßdämpfer + Moosgummireifen von ATS:



Nosram Storm Evolution 5.5 T Brushlessmotor + LRP Belüftungshitzeschild:



Nosram Matrix Evolution 2007 Edition Fahrregler:




Nach 2. Jahren:

Mittlerweile habe ich meinen TT-01 wieder vom  5.5T Brushlessmotor befreit. Erst jetzt habe ich leider bemerkt was für große Auswirkungen solche Motoren auf das Chassis verüben können. Der beste Motor ist meiner Meinung nach der LRP Challenge 17T Brushed. Er passt perfekt und ist auch nicht zu stark oder eher zu schwach, alles, was unter 17 Turns geht, macht das Chassis einfach nicht mit. Mit dem BL-Motor ist mir als erstes ein Stück von der Chassisschüssel um die Kardanwelle herum abgebrochen, da die Welle extrem heftig an dem ihr  unterliegendem Boden schlägt. Dadurch hat auch das ganze Modell derartig vibriert, das es die Muttern von der Halterung für die Stabi's rausgedreht hat. Nach 2 Fahrten habe ich so ca. 2 Stabilisatoren und eine dafür vorhergesehene Halterung verloren.

Auf Dauer ist das natürlich sehr kostspielig und vorallem nervig. Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr auf die ganzen Ersatzteile und musste so letztendlich einsehen, dass ein neues Onroader-Modell fällig war. Bis jetzt wird es wahrscheinlich ein T2R Pro Chassis von Xray sein, doch das ist noch nicht sicher...

Gebrochene Wand:




Fazit:

Positiv:
- sehr leichter Aufbau des Chassis
- gute Endgeschwindigkeit
- sehr gute Beschleunigung
- übersichtliche Anleitung
- super Handling
- sehr robust (bis heute nichts gebrochen!)

Negativ:
- teures Tuning
- an einigen Stellen viel Spiel
- Ersatzteile nur als Sets verfügbar
- hält keine starken Motoren ohne Probleme aus                            (=> auf Dauer möglicherweise garnicht)

In Schulnoten würde ich dem Tamiya TT-01 eine 2
geben. Der Aufbau ist sehr leicht, doch das Tuning ist ziemlich teuer (lohnt sich aber). Für Brushlessmotoren ist das Modell überhaupt nicht geeignet. Das sollte man bei dem Kauf noch gut beachten, doch ansonsten wird man zufrieden sein. Wer ein Onroader zum Cruisen als für Profirennen sucht, der wird mit dem Modell bestimmt zufrieden sein.


Auf "Jay's Bilder" findet ihr mehr Bilder vom Tamiya TT-01!

(Geschrieben von Jay)


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